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Die Sonne arbeiten lassen

Das österreichische Unternehmen Cona hat eine solare Trocknung für Hackschnitzel entwickelt.

Wie kann Holz ohne großen Energieaufwand getrocknet werden? Diese Frage stellte sich Georg Hubmer vor fast zwei Jahrzehnten und entwickelte ein Konzept einer solaren Trocknungsanlage für die Schnittholztrocknung in Mittelamerika. In den vergangenen Jahren modifizierte er das Konzept für die Anwendung von Hackschnitzeln.
Eine Vielzahl von Hackschnitzelheizungen wird mit nassem Material beschickt. Dabei wird sehr viel Wasser verdampft, argumentiert Hubmer. Benötigt man jährlich beispielsweise 80 Kubikmeter Hackschnitzel und haben diese einen Wassergehalt von etwa 45 Prozent, so wandern zeitgleich etwa 14.000 Liter (= 14 Tonnen) Wasser mit in den Kessel hinein. Das entspricht sieben gefüllten Löschfahrzeugen. Diese Menge an Wasser senkt die Kesseltemperatur und die verbleibende Heizenergie stark. Darüber hinaus werden die Kessel vor allem bei Teillast sehr angegriffen.
Trockene Hackschnitzel haben einen um etwa ein Drittel höheren Energiewert.
Zudem kommt es bei feuchten Hackschnitzeln zu gesundheitsschädlicher
Schimmelbildung und Vermoderung. Darüber hinaus schmälert Substanzverlust
durch Selbsterwärmung – bis zu einem Drittel der Masse – das Energiepotenzial. Trockenes Hackgut weist einen wesentlich höheren Heizwert und bessere Abgaswerte auf. Bei der solaren Hackschnitzeltrocknung wird nun in solaren Luftkollektoren die Luft erwärmt und durch eine ausgeklügeltes Trocknungssystem die Hackschnitzel getrocknet. Cona hat einen eigenen Solarluftkollektor entwickelt
mit einer besonders effizienten Absorbertechnik. Für jeden Quadratmeter
Sonneneinstrahlung arbeiten im Inneren des Kollektors fünf Quadratmeter
Tauscherfläche und übertragen so die Energie besonders gut auf die Luft.


Das System der Cona-Biomassertrocknung arbeitet mit ganzflächiger Luftverteilung und großen Oberflächen. Dadurch ist ein ganz geringer Druckaufbau notwendig und geringe Ventilatorleistung erforderlich. Es können Axial- statt Radialventilatoren
zum Einsatz kommen. Diese verbrauchen wenig Strom: Messungen haben gezeigt, dass nur 1,5 bis 2,0 Kilowattstunden Strom pro Schüttraummeter Hackgut nötig sind, um das Material zu trocknen. Die Oberfläche des Hackguttrockners ist sehr groß und beträgt zirka 60 Quadratmeter. Beim Trocknen strömt die Luft über die gesamte Oberfläche mit einer sehr geringen Geschwindigkeit von zirka 0,06 Meter pro Sekunde heraus.
Die kleineren Anlagen sind auf die Trocknung von 500 bis 1.000 Schüttraummeter
Hackgut jährlich ausgelegt. Deshalb empfiehlt sich der Einbau dieser Trocknung besonders für größere Betriebe oder für Gemeinschaftsanlagen.
Zwischen 10.000 und 15.000 Euro kostet eine gesamte von Cona geplante Anlage. In diesem Preis enthalten sind 30 bis 40 Quadratmeter Solarkollektorfläche,
sämtliche isolierte Luftleitungen, die Ventilatoren, die Steuerung sowie
der Schrägrost – Belüftungsboden mit 50 bis 60 Schüttraummeter Füllungsvermögen. Diese Hackschnitzelmenge kann in ein bis drei Wochen getrocknet werden. Im Schnitt können also über einen Sommer rund zehn Füllungen getrocknet werden.
Die Handhabe ist einfach: Mit einem Frontlader werden die frisch gehackten Schnitzel maximal 1,50 Meter hoch über den Belüftungsboden angehäuft, berichtet Landwirt Hans Hubmer. Dann laufen die Ventilatoren fünf bis sechs Tage im Dauerlauf, um ein Erwärmen zu verhindern. Dann wir per Frontlader die Hackschnitzel durchmischt, da sich 40 bis 50 Zentimeter über dem Belüftungsboden eine nasse Schicht bildet, durch die die Luft schwer durchströmen kann. Nach sechs
Tagen schaltet Hubmer auf Automatik, damit die Ventilatoren nur mehr bei entsprechender Lufterwärmung in den Kollektoren arbeiten. Nach zwei bis
drei Wochen, je nach Witterung besitzen die Hackschnitzel einen Wassergehalt
von unter 20 Prozent und können gelagert werden.

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